Dr. Johann Wadephul

Aktuelle Meldung vom 22.02.2012

Bericht aus Berlin von Dr. Johann Wadephul, MdB | Erschienen am 22.02.2012 in der Eckernförder Zeitung

Joachim Gauck – nun also doch! Mich persönlich freut das, wenn auch das Verfahren noch Nachwirkungen in der Koalition haben wird.

Warum Freude? Weil 20 Jahre nach der Wiedervereinigung ein zweiter Mensch aus dem jahrzehntelang unfreien Teil Deutschlands an die politische Spitze unseres Vaterlandes rückt. Wenn ich diese Vision bei meinem Abitur vor 30 Jahren geäußert hätte, wäre es sicher schlechter ausgefallen. 40 Jahre kommunistische Zwangsherrschaft und Unterdrückung haben Personen wie Joachim Gauck und Angela Merkel nicht kaputt und mürbe gemacht, sondern vielleicht so gefestigt und bestärkt, dass sie das wiedervereinigte Deutschland politisch und geistig führen können.

Ich kenne Joachim Gauck über meine Verwandtschaft in Rostock und weiß, wie schwer sein Weg als Pastor im atheistischen System der sozialistischen Diktatur war. Ich freue mich, dass mit ihm ein bekennender Christ der nächste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland sein wird. Die Grundlage unseres Staates ist nicht das Grundgesetz allein, sondern unsere christlich-jüdische Glaubenstradition, aus der wir unsere zentralen Wertvorstellungen herleiten.

Ich freue mich über einen Menschen, der die Freiheit als sein zentrales politisches Motiv sieht. In Deutschland gab es so viel Unfreiheit, an vielen Orten der Welt ist das noch immer so. Kaum jemand kann glaubwürdiger über den Wert unserer Freiheit und Demokratie sprechen als er, der in der dunklen Zeit des Naziterrors geboren wurde und in der sozialistischen Abschottung aufwachsen musste. Sein Wirken ist geprägt vom Einsatz für Freiheit in Verantwortung und gegen das Vergessen des SED-Unrechtsregimes.

Ich freue mich über einen Bundespräsidenten, der eine breite Mehrheit in der Bundesversammlung erhalten wird. Dass die SED-Nachfolgepartei DIE LINKE ihn nicht wählen wird, ist immerhin konsequent. Dass gerade die SPD denjenigen unterstützt, der Thilo Sarrazin „mutig" nannte, wo die SPD genau diesen Sarrazin aus der Partei ausschließen wollte, ist meiner Ansicht nach bemerkenswert. Dahinter steckt zumindest teilweise Taktik. Nichts anderes gilt für die FDP: Man kann den Freidemokraten nicht verdenken, in einer dramatischen Existenzkrise Möglichkeiten zur Profilierung zu nutzen. Doch ist die öffentliche Andeutung des FDP-Bundesvorsitzenden Philipp Rösler, die FDP hätte auch gegen ihren Koalitionspartner gestimmt, ein starkes Stück.

Doch das kann uns allen die Freude auf einen Freiheitskämpfer und Demokratielehrer an der Spitze unseres Staates nicht verderben. Ich wähle am 18. März, dem Jahrestag der ersten freien, allgemeinen und geheimen Wahlen in der damaligen DDR, gern Joachim Gauck zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

Dr. Johann Wadephul

Moin moin und herzlich willkommen,

über Ihr Interesse an meiner politischen Arbeit freue ich mich sehr. Wenn Sie sich über meine Standpunkte informieren wollen oder an Begegnungsmöglichkeiten in meinem Wahlkreis oder in der Bundeshauptstadt interessiert sind, dann sind Sie hier auf der richtigen Seite!

Bei Fragen, Vorschlägen oder Problemen wenden Sie sich gerne an mich.
Ihr
Johann Wadephul

© Dr. Johann Wadephul 2012